Uncover Conference

6. Juni
9.30 – 22 Uhr

Wir beleuchten das Thema „Revolution“ und seine Auswirkung auf Design und designrelevante Themen – in der UNCOVER Conference.

Es wird ein Tag voller neuer Impulse, Perspektivwechsel, Erkenntnisse und ist eine ideale Plattform zum Lernen, zum Austausch und zum Netzwerken.

Tickets für die UNCOVER Conference erhaltet Ihr bei Eventim oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Programm

09:00 – 09:30 / Einlass

09:30 – 09:45 / Begrüßung und Eröffnung

Dr. Marc Reisner, Designzentrum Rhein-Neckar e.V.

09:45 – 10:15 / Intro: Revolution – Designer emanzipiert Euch!
Joachim Kobuss, Unternehmen:Design (Un:D)

10:15 – 10:30 / Moderation
Frank Zumbruch, Creative Commission und Startup Mannheim

 

SOCIAL DESIGN
10:30 – 11:00 / How to be good: Gesellschaftliche Veränderung gestalten.

Carsten Hermann-Hehl & Markus Artur Fuchs, GOOD Impact

11:00 – 11:30 / Co-Being House – neue Wohnräume für eine neue Gesellschaft.

Van Bo le-Mentzel, Architekt, Tiny house university

11:30 – 12:00 / Diskussions- und Fragerunde

 

MATCHMAKING. GOOD PLACES TO WORK.
12:00 – 12:15 / Cyperfection, Ludwigshafen

12:15 – 12:30 /  Vitaliberty, Mannheim

 

LUNCHBREAK

 

URBAN DESIGN / Moderation: Matthias Rauch
13:30 – 14:00 / Stadtentwicklung von unten. Von der Co-Creation von Stadträumen zu Urban Governance.

Laura Bruns, stadtstattstrand

14:00 – 14:30 / Quo vadis? From the smart city to human-centered urbanism

Anne Stenros, Chief Design Officer City of Helsinki

14:30 – 15:00 / Diskussions- und Fragerunde

 

BREAK

 

FUTURE DESIGN
15:15 – 15:45
/ Future Design: Artistic Visions for Europe and BEYOND

Ludger Pfanz, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

15:45 – 16:15 / Creative Bureaucracy
Oliver Rack, NextGov

16:15 – 16:45 / Diskussions- und Fragerunde

 

BREAK

 

Technology & Design
17:15 – 17:45 / Technik und design: It’s not a bug, it’s a feature


Alex Horisberger & Henrike Wonneberger, BASF designfabrik

17:45 – 18.15 / Technology for all the right reasons

Dr. Marc Hassenzahl, Universität Siegen

18:15 – 18:45 / Diskussions- und Fragerunde

 

BREAK

 

19:00 – 20:00 / Outro: Haltung als Handlung
Cesy Leonard, Zentrum für Politische Schönheit

Ab 20 Uhr / Good-bye & Hello
Conference Ausklang mit guter Musik, kalten Getränken und inspirierenden Gesprächen

 

 

Unsere Speaker

Joachim Kobuss: Designer, emanzipiert euch!

Der Kaufmann und Coach Joachim Kobuss berät Designer und hat sich extra für uns mit dem Thema Revolution und Design intensiv auseinandergesetzt.
In seinem Essay »Revolution – Designer emanzipiert euch!« beleuchtet er aus unterschiedlichen Blickwinkeln, was Designer tun müssen, um sich durch ihre Arbeit von der eigenen Unmündigkeit, von gesellschaftlichen Festlegungen, überholten Traditionen und aufgezwungenen Weltanschauungen zu emanzipieren. Und ob Designer in der Lage sind, sich sowohl von den äußeren (ökonomischen und politischen) Zwängen als auch ihrer inneren Zerrissenheit selbst zu befreien.


Markus Artur Fuchs und Carsten Hermann-Hehl: How to be good. Gesellschaftliche Veränderung gestalten.

Die Kommunikationsgestalter Carsten Hermann-Hehl und Markus Artur Fuchs, beide Geschäftsführer von KontextKommunikation und Gründer des enorm-Magazins, referieren über ihre Sicht auf die Rolle der Gestaltung in einer an Komplexität zunehmenden Gesellschaft. Sie stellen die GOODimpact.org-Familie vor, die sie im Laufe der Jahre rund um das enorm-Magazin mitentwickelt haben, und erläutern ihre zentrale Botschaft: »Relevante Inhalte brauchen gutes Design, um ihre maximale Wirkung zu entfalten.«.

Mehr Infos zu den Projekten findet Ihr hier und hier


Van Bo Le-Mentzel: Co-Being House. Neue Wohnräume für eine neue Gesellschaft.

Ein neuer Wohntypus revolutioniert die Stadt. In seinem Vortrag stellt der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel​ sein neues Projekt ‚100-Euro-Wohnung’​ vor. Seine Vision ist es, en Masse in allen Städten 100-Euro-Wohnungen anzubieten, damit dem überhitzten Immobilien-Kapitalismus der Druck genommen wird. Van Bo ist außerdem Autor, Filmemacher und Initiator mehrerer Initiativen zwischen Design und sozialer Teilhabe. Bekannt wurde er durch die Entwicklung der Hartz IV Möbel, Karma Chakhs und der Tinyhouse University​.

Van Bos Co-being house


Laura Bruns: Stadtentwicklung von unten.

Von der Co-Creation von Stadträumen zu Urban Governance. Lässt sich informeller Urbanismus als Co-Creation Prozess für innovative Stadtentwicklungspraktiken werten? Und was hat Stadtentwicklung von unten eigentlich mit Design zu tun? Bei genauerer Betrachtung folgt jegliche Art von Aktivismus gewissen Prinzipien, die ebenfalls Designstrategien zugrunde liegen. In ihrem Vortrag versucht die Ereignis-Designerin und Medienmanagerin Laura Bruns anhand ihrer placemaking Plattform stadtstattstrand darzulegen, was informeller Urbanismus und (Human Centered) Design gemeinsam haben und geht der Frage nach, was die offizielle Planung vom informellen Urbanismus lernen kann.

Mehr Informationen zu Lauras Projekten


Dr. Anne Stenros: QUO VADIS? From the smart city to human-centered urbanism

„In Zukunft werden sich Städte von ’smart‘ zu ‚responsive‘ entwickeln, was bedeutet, dass die Bürger vom Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zum Mittelpunkt des Handelns werden.“
Dr. Anne Stenros wurde 2016 zur ersten Chief Design Officer der Stadt Helsinki ernannt.
Sie gilt als Vordenkerin für strategisches Design, kreative Führung und strategische Vorausschau. Von 1995 bis 2004 war sie Geschäftsführerin des Design Forums Finnland, später u.a. Executive Director des Hong Kong Design Center. Anne Stenros ist Gründungsmitglied von Women in Tech Finland.

Mehr Infos zu Annes Arbeit


Ludger Pfanz: Future Design. Artistic Visions for Europe and BEYOND.

In den kommenden Jahrzehnten werden neue Technologien unser Leben und die Art und Weise, wie wir sie wahrnehmen, auf bisher unvorstellbare Weise verändern. Future Design ist ein kreatives Zusammenspiel von Wissenschaft, Technologie und Kunst; ein experimentelles Labor für neue Kunst- und Designformen und Perspektiven auf die sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen fortschrittlicher Technologien wie artificial intelligence.

Ludger Pfanz ist Produzent, Regisseur und Autor und lehrt an der Hochschule für Gestaltung am ZKM in Karlsruhe. Er ist Leiter und Gründer des „BEYOND Festivals“, „The Expanded3Digital Cinema Laboartory“, „The Future Design Insitute“ und der „Alliance on Artificial and Artistic Intelligence“.

Mehr zu Ludgers Projekt BEYOND


Oliver Rack: NextGov – Creative Bureaucracy.

Organisationen, insbesondere die öffentliche Verwaltung, befinden sich in einer Phase des Wandels. Technologische und gesellschaftliche Veränderungen wie die informationelle Vernetzung sowie veränderte Ansprüche an Teilhabe und globaler Nachhaltigkeit fordern als äußere Parameter die Wandelfähigkeit und Struktur von Organisationen heraus. Gleichzeitig dringen attraktive Services privater Unternehmen in die digitale Daseinsvorsorge und Infrastruktur und führen die Innovationsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung vor. Oliver Rack beleuchtet, welche Instrumente unser „Betriebssystem“ Staat unterstützen könnten und welche Rolle dabei Kultur- und Kreativwirtschaft, insbesondere Design spielen könnten.

Hier geht’s zu Olivers Webseite.


Alex Horisberger, Henrike Wonneberger: »It’s not a bug, it’s a feature«

Wer forscht, findet nicht immer, wonach er gesucht hat! Zu erkennen, welche Möglichkeit hinter Erfindungen stecken, braucht Kreativität und Genialität – und manchmal hilft auch etwas Glück. Der Designer im Dienste von BASF gibt zusammen mit seiner Forscher-Kollegin Henrike Wonneberger Einblick in das Projekt trinamiX und das interdisziplinäre Zusammenarbeiten im Dienste der Innovation in einem Weltkonzern.

Hier geht’s zu trinamiX

Alex Horisberger
Henrike Wonneberger

Marc Hassenzahl: »Technologies for all the right reasons«

Technologien sollen dem Menschen dienen. Viele behaupten das, wenige tun es. Ein Hauptgrund dafür ist, dass dem Design der Technologie das tiefere Verständnis fehlt, wie menschliches Wohlbefinden funktioniert. »Das muss sich ändern! Anstatt sich aus dem falschen Grund die richtige Technologie anzueignen, muss das Wohlbefinden an erster Stelle stehen. Nur dadurch können wir die Art und Weise, wie wir die Technologie entwickeln und nutzen, neu definieren.«

Dr. Marc Hassenzahl, Professor für »Ubiquitous Design / Experience and Interaction« an der Universität Siegen, verbindet seine Ausbildung in Psychologie mit der Liebe zum Interaktionsdesign.

Das ist Marc


Cesy Leonard, Zentrum für politische Schönheit: »Haltung als Handlung«.

»Widerstand ist eine Kunst, die weh tun, reizen und verstören muss.«
So lautet die Grundüberzeugung der Mitglieder vom Zentrum für Politische Schönheit. Durch künstlerische Interventionen machen sie auf humanitäre Themen und den Schutz von Menschenleben aufmerksam. Sie bezeichnen sich selbst als Denkfabrik, die Menschenrechte und Aktionskunst vereint.
Künstlerin und Filmemacherin Cesy Leonhard ist Chefin des Planungsstabs und wird uns Einblicke in die Machart und Motivation des Zentrums für Politische Schönheit geben.

Hier geht’s zum Zentrum für politische Schönheit