UNCOVER Designpreis

zeichnet Arbeiten aus, die sich mit dem Thema DEKADENZ auseinandersetzen – Prozesse, Projekte oder Produkte, die das Potenzial haben, einem gesellschaftlichen Verfall entgegen zu wirken.

DEKADENZ

Designpreis

Die Menschheitsgeschichte hat gezeigt, dass Zivilisationen aufsteigen und fallen. Ist ihr Höhepunkt erreicht, beginnt auch schon die Phase der DEKADENZ. Sie steht für Überfluss, Verschwendung, Verfall, Verrohung und Verkommenheit  – kurz: für den Niedergang einer Gesellschaft. Viele Anzeichen deuten darauf hin, dass sich die westliche Zivilisation derzeit am Wendepunkt befindet. Gesellschaftsmodelle auf Basis eines permanenten Wirtschaftswachstums zu Lasten unseres Planeten erreichen ihre Grenzen.

UNCOVER MANNHEIM ruft Studierende, Young Professionals, Freelancer und Agenturen aus aller Welt auf, ihre eigenen Interpretationen von DEKADENZ in Design umzusetzen.

Gestaltet Prozesse, Projekte oder Produkte, die das Potenzial haben, einem gesellschaftlichen Verfall entgegen zu wirken!

Der UNCOVER DESIGNPREIS zeichnet Arbeiten aus, die sich unter Berücksichtigung der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit akuten Herausforderungen unserer Gesellschaft auseinandersetzen.

Die drei Regeln für die Auseinandersetzung lauten:

Seid mutig!
Seid kreativ!
Seid revolutionär!

PREISE

Im Rahmen von UNCOVER MANNHEIM werden, neben dem UNCOVER DESIGNPREIS der Stadt Mannheim, noch vier weitere Preise verliehen: der UNCOVER UX-DESIGN AWARD, der WELDE DESIGNPREIS, die UNCOVER Auszeichnung für ausgezeichnetes Design in der Kreativregion sowie der UNCOVER Critics Choice Award des Designzentrum Rhein Neckar.

Sämtliche Einreichungen gelten automatisch dem UNCOVER DESIGNPREIS der Stadt Mannheim – außerdem können die Arbeiten zusätzlich zum UNCOVER UX-DESIGN AWARD, zum WELDE DESIGNPREIS, zur UNCOVER Auszeichnung für ausgezeichnetes Design in der Kreativregion sowie zum UNCOVER Critics Choice Award des Designzentrum Rhein Neckar eingereicht werden, sofern sie den Teilnahmebedingungen dieser Preise entsprechen.

UNCOVER DESIGNPREIS DER STADT MANNHEIM

5000,- €


WELDE DESIGNPREIS

5000,- €


UNCOVER UX DESIGN AWARD

5000,- €


UNCOVER AWARD FÜR AUSGEZEICHNETES DESIGN AUS DER KREATIVREGION

2500,- €


UNCOVER CRITICS CHOICE AWARD DES DESIGNZENTRUM RHEIN NECKAR

2500,- €


DIE JURY 2020

Prof. Dr. Sarah Diefenbach

Wirtschaftspsychologin und Konsumforscherin

Sarah Diefenbach ist Professorin für Wirtschaftspsychologie. Vor dem Ruf an die LMU war sie in interdisziplinären Arbeitsgruppen (Psychologie, Gestaltung, Informatik) an der Folkwang Universität Essen, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Universität Koblenz-Landau tätig. Seit 2007 beschäftigt sie sich mit der Erforschung des Konsumentenerlebens und der Gestaltung interaktiver Technologien (z.B. Software, Websites, Kommunikationstechnologien, soziale Medien, Assistenztechnologien) unter psychologischen Gesichtspunkten. In mehreren BMBF-geförderten Verbundvorhaben entwickelte sie Methoden für User Experience Evaluation und Gestaltung, welche vielfachen Einsatz in Wissenschaft und Praxis finden.

 


Prof. Dr. Thomas Friedrich

Philosoph und Designwissenschaftler

Nach seinem Grafikdesign-Studium anschließend Philosophie, Politische Wissenschaft und Volkskunde begann er eine Lehrtätigkeit am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und wurde anschließend zum Hochschuldozenten für Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar berufen. Seit März 2000 ist Friedrich Professor für Philosophie und Designtheorie an der Fakultät Gestaltung der Hochschule Mannheim. Dort leitet er das Institut für Designwissenschaft. Er ist Mitherausgeber der Buchreihe „Ästhetik und Kulturphilosophie“.

Seit 2002 ist er Redakteur der „Zeitschrift für kritische Theorie“. Er ist Gründungsmitglied der „Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung“, Mitglied der Lesegesellschaft „Andere Bibliothek“ und Leiter der Sektion Design der „Deutschen Gesellschaft für Semiotik e. V.“


Markus Artur Fuchs

Kommunikationsarchitekt und Transformationsgestalter

Markus Artur Fuchs ist diplomierter Gestalter und hat an den Hochschulen Hildesheim, Universidad Complutense de Madrid und der HFG Karlsruhe visuelle Kommunikation studiert. 2005 gründete er die Agentur KontextKommunikation in Heidelberg. 2010 hat er mit seinem Geschäftspartner Carsten Hermann-Hehl die Agentur um den Standort Berlin erweitert und in Hamburg den »Social Publish Verlag 2010« zur Publikation des Magazins »enorm, Wirtschaft für den Menschen« mitaufgebaut. Er unterrichtete Gestaltung an der Philipps-Universität Marburg und visuelle Kommunikation an der Hochschule Pforzheim. Derzeit entwickelt er mit seinem Team eine Webplattform zur Verbreitung von Ideen für den gesellschaftlichen Wandel und hält regelmäßig Vorträge über nachhaltige Gestaltung und unternehmerische Verantwortung.


Cesy Leonard

Aktionskünstlerin und Filmemacherin

Cesy Leonard leitet gemeinsam mit zwei Mitstreitern das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) in Berlin. Neben der kreativen Konzeption der Aktionen und der Leitung des ZPS Filmdepartment, etablierte sich Cesy Leonard zu einer gefragten Sprecherin und Gastdozentin im In- und Ausland. Ihre künstlerische Laufbahn begann sie 1999 als Graffitiartist in Stuttgarts Straßen und auf S-Bahnen. Sie war eine der wenigen Frauen in der Stuttgarter Hip-Hop-Szene, mit ihrer Band „NO FRILLS“ tourte sie deutschlandweit. Nach einer Schauspielausbildung in Berlin folgten Engagements in TV, Film und Theater. 2009 begann sie erste eigene Filme zu drehen, diese Arbeiten führten sie 2010 zum ZPS, welches ihre künstlerische Heimat wurde. Ihr Film „Schuld die Barbarei Europas“ gewann 2012 den Web Video Award, „Montags Tanzen“ lief 2015 unter anderem auf dem Max Ophüls Festival in Saarbrücken. Seit 2015 arbeitet sie am Dokumentarfilm über die Arbeit des Zentrums für Politische Schönheit.


Foto: "obs/ARD Das Erste"

Ilka Sobottke

Pfarrerin und Brückenbauerin

Nach ihrem Studium in Heidelberg und Rom führte sie ihr Vikariat zunächst in den Hochschwarzwald und in den Kraichgau. Seit über 20 Jahren ist sie Pfarrerin der evangelischen City-Gemeinde Hafen-Konkordien in Mannheim. Seither arbeitet sie viel mit Geflüchteten und unterstützt Obdachlose, Arbeitslose und Menschen in Not. Die Kirche ist für sie „ein offener Raum der Gastfreundschaft, an dem viele verschiedene Menschen zusammenkommen, füreinander auf- und einstehen und die Güte Gottes feiern“. Ilka Sobottke leitet einen Gesprächskreis in der Christlich-Jüdischen Gesellschaft und ist Vorstandsvorsitzende der Christlich-Islamischen Gesellschaft. 2005 brachte sie zudem die Idee einer gemeinsamen Tafel zur „Meile der Religionen“ voran, die zwei Jahre später erstmals stattfand. Ilka Sobottge spricht seit März 2019 regelmäßig das „Wort zum Sonntag“ im Ersten Deutschen Fernsehen. 2019 wurde sie mit dem Bloomaulorden – der höchsten bürgerschaftlichen Auszeichnung in Mannheim – ausgezeichnet.


FORMSCHAU

Alle für den UNCOVER DESIGNPREIS nominierten Projekte, Werke und Installationen werden während der Festivalwoche als Ausstellung UNCOVER FORMSCHAU präsentiert. Die Nominierten werden rechtzeitig benachrichtigt, um ihre Arbeiten für die UNCOVER FORMSCHAU aufbereiten zu können.

PREISVERLEIHUNG

Die Verleihungen des UNCOVER DESIGNPREISES und aller weiteren Kategorien finden im Rahmen des UNCOVER Designfests zwischen 9. und 18. Oktober 2020 in Mannheim statt.

ABLAUF

30. Juni

Einreichung der Projekte

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2020 um 23.59 Uhr. Später eingereichte Projekte können leider nicht mehr berücksichtigt werden.


15. Juli

Bestätigung der Teilnahme

Per E-Mail erhaltet Ihr bis zum 15. Juli 2020 die Bestätigung über den vollständigen Erhalt der Daten.


16. Juli

Bekanntgabe der Nominierungen

Die angenommen Einreichungen werden ab 16. Juli einem Auswahlgremium aus Experten, Kuratoren und Designkritikern vorgelegt. Diese nominieren die Projekte, die vom 9. bis 18. Oktober 2020 im Rahmen der UNCOVER Formschau in Mannheim präsentiert werden.

Die UNCOVER Jury bestimmt die Gewinner*innen in den einzelnen Kategorien aus den Nominierungen in der UNCOVER Formschau im Rahmen der Jurysitzung am 9. Oktober 2020.


9.—18. Oktober

UNCOVER Formschau

Die Nominierungen für den UNCOVER Designpreis und für die anderen vier Kategorien werden vom 9. bis 18. Oktober 2020 im Rahmen der UNCOVER Formschau ausgestellt und in einer Publikation veröffentlicht.


9. – 18. Oktober

Preisverleihung

Die Preise werden im Rahmen des UNCOVER Designfests zwischen 9. und 18. Oktober 2020 verliehen.

WICHTIGE INFOS

Es werden ausschließlich Einreichungen berücksichtigt, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • digital als PDF (nicht größer als 10 MB)
  • inklusive einer Beschreibung des Projekts
  • inklusive der Angabe von mindestens einem der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs), auf das/die das eingereichte Projekt einzahlt
  • inklusive einer Beschreibung der Ausstellungsform
    (benötigte Fläche, Art der Darstellung, Vorführung etc.)
  • Kurzvita der/des Einreichenden
  • Kontaktdaten der/des Einreichenden
  • inklusive eines Plakatentwurfs des Projekts (Druck-PDF im Format DinA 0) zur Präsentation in der Formschau.

Eingereicht werden können Konzepte, Projekte oder Objekte, die zwischen Juli 2018 und Juni 2020 entstanden, also nicht älter als zwei Jahre sind.

Teilnehmer*innen, die sich für den WELDE DESIGNPREIS bewerben möchten, sollten zusätzlich einen Entwurf zur Präsentation ihres Projektes auf einer Weldeflasche einreichen. Weitere Infos und technische Vorgaben findest du hier (PDF).

Bevor Du Deine Arbeit für den UNCOVER DESIGNPREIS einreichst, solltest Du unbedingt unsere Teilnahmebedingungen & AGB und den Datenschutzhinweis lesen.

EINREICHUNG / SUBMISSION

Bei Fragen zur Ausschreibung wende dich bitte per E-Mail an designpreis@uncover-mannheim.de.
For further questions related to the application process please reach out per e-mail to designpreis@uncover-mannheim.de.